So werden Körperzusammensetzungswerte berechnet
Fitness bedeutet mehr, als nur Kalorien zu verbrennen und Muskeln aufzubauen. Es geht auch darum, deinen Körper zu verstehen und zu sehen, wie er sich mit der Zeit verändert. Gymfile bietet mehrere wichtige Messwerte, die dir ein umfassenderes Bild deiner Körperzusammensetzung geben: Körperfettanteil, Fat-Free Mass Index (FFMI), Body Mass Index (BMI) und fettfreie Körpermasse. In diesem Artikel erklären wir, wie die App diese Werte berechnet. So werden die scheinbar komplexen Formeln leichter verständlich.
Körperfettanteil
Der Körperfettanteil ist ein wichtiger Fitnesswert. Er zeigt, welcher Anteil deines gesamten Körpergewichts aus Fett besteht. Er ist aussagekräftiger als das Gewicht allein, weil er Unterschiede in der Muskelmasse berücksichtigt. Ein gesunder Körperfettanteil kann das Risiko für viele Gesundheitsprobleme senken, darunter Herzkrankheiten und Typ-2-Diabetes.
In Gymfile wird der Körperfettanteil mit einer Methode berechnet, die auf dem Jackson-&-Pollock-3-Punkt-Hautfaltentest basiert. Diese Methode ist in der Wissenschaft weit anerkannt und gilt als zuverlässig und genau. Hier ist ein genauerer Blick darauf, wie die Berechnung funktioniert:
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Für Männer verwendet Gymfile einen selbst abgestimmten Algorithmus, der Messungen an vier verschiedenen Hautfaltenstellen einbezieht: Brust, Bauch, Oberschenkel und Suprailiakalbereich (direkt oberhalb des Hüftknochens). Die Messwerte werden kombiniert und mit bestimmten Faktoren angepasst, bevor sie quadriert werden. Der daraus entstehende Wert wird dann in eine Formel eingesetzt, die auch das Alter berücksichtigt. Das spiegelt wider, dass sich die Körperzusammensetzung mit zunehmendem Alter meist verändert. Zum Schluss wird eine Korrektur angewendet, um mögliche Messfehler bei den Hautfalten auszugleichen.
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Für Frauen nutzt die Formel Messungen an drei Hautfaltenstellen: Trizeps, Suprailiakalbereich und Oberschenkel. Wie bei der Formel für Männer werden diese Messwerte kombiniert, quadriert und an das Alter angepasst. Der Korrekturfaktor wird auf dieselbe Weise angewendet.
Die Jackson-&-Pollock-3-Punkt-Formel genießt einen guten Ruf, wenn es um die Schätzung des Körperfettanteils geht. Eine im Journal of Sports Medicine veröffentlichte Studie (1) kam zu dem Ergebnis, dass diese Methode bei Männern und Frauen eine valide Schätzung des Körperfetts liefert, wenn man sie mit direkteren Messmethoden vergleicht.
Wichtig ist aber: Wie alle Schätzmethoden ist auch die Jackson-&-Pollock-3-Punkt-Formel nicht bei jeder Person zu 100 % genau. Das gilt besonders für Menschen mit einer ungewöhnlichen Körperzusammensetzung. Für eine möglichst genaue Körperfettanalyse ist es immer sinnvoll, medizinisches Fachpersonal oder Fitnessprofis einzubeziehen.
Body Mass Index (BMI)
Der BMI ist ein bekannter und weit verbreiteter Wert, der den Gewichtsstatus einer Person einordnet. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird. Das Ergebnis kann anzeigen, ob eine Person untergewichtig, normalgewichtig, übergewichtig oder adipös ist.
In Gymfile wird dein BMI immer dann berechnet, wenn deine Körpergröße oder dein Gewicht aktualisiert wird. So spiegelt er stets deinen aktuellen Stand wider. Diese Berechnung ist einfach und wird weltweit von Gesundheitsorganisationen anerkannt (2).
Fettfreie Körpermasse
Die fettfreie Körpermasse ist das Gewicht aller Bestandteile deines Körpers, die nicht Fett sind: Knochen, Muskeln, Organe und Körperwasser. Wenn du deine fettfreie Körpermasse kennst, kannst du besser einschätzen, wie viel deines Gewichts aus Muskulatur besteht. Das ist hilfreich, wenn du Muskeln aufbauen oder Fett verlieren möchtest.
In Gymfile wird deine fettfreie Körpermasse berechnet, indem von deiner gesamten Körpermasse dein gesamtes Körperfett abgezogen wird. Dein gesamtes Körperfett ergibt sich aus deiner Körpermasse multipliziert mit deinem Körperfettanteil. So erhältst du eine Schätzung des Gewichts aller fettfreien Gewebe in deinem Körper (3).
Fat-Free Mass Index (FFMI)
Der FFMI zeigt, wie viel Muskelmasse du im Verhältnis zu deiner Körpergröße hast. Er berücksichtigt die fettfreie Masse (magere Muskelmasse) in deinem Körper und setzt sie in Beziehung zu deiner Größe. Dadurch ist er bei Menschen mit viel Muskelmasse, zum Beispiel Sportlerinnen und Sportlern, ein genauerer Messwert für Muskulatur als der BMI.
So berechnet Gymfile den FFMI:
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Zuerst wird die gesamte fettfreie Masse berechnet, indem das gesamte Körperfett von der gesamten Körpermasse abgezogen wird. Dafür wird der Körperfettanteil durch 100 geteilt und anschließend mit der gesamten Körpermasse multipliziert. Das Ergebnis wird dann von der gesamten Körpermasse abgezogen.
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Danach berechnet die App den FFMI anhand der gesamten fettfreien Masse und deiner Körpergröße. Dafür wird die gesamte fettfreie Masse durch das Quadrat deiner Körpergröße in Metern geteilt. Anders als bei der einfachen BMI-Berechnung enthält die FFMI-Formel aber einen Normalisierungsfaktor. Dieser berücksichtigt, dass sich die Muskulatur je nach Körpergröße unterscheiden kann. Der Normalisierungsfaktor wird so berechnet:
6.1 * (1.8 - Körpergröße in Metern).
Der daraus entstehende FFMI-Wert gibt dir einen guten Hinweis darauf, wie viel Muskelmasse du im Verhältnis zu deiner Körpergröße hast.
Diese Berechnungen basieren auf einem Ansatz aus der Studie „Body composition interpretation. Contributions of the fat-free mass index and the body fat mass index“ (2003) (4). Die Studie zeigte, dass der FFMI sowohl bei sportlichen als auch bei nicht sportlichen Gruppen ein genaueres Maß für Muskelmasse ist als der BMI. Außerdem stützen sie sich auf klinische Leitlinien zur Erkennung, Bewertung und Behandlung von Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen: The evidence report. (1998). National Institutes of Health (5).